stimm-los recherchiert Literatur aus der Zeit von 1750 - 1920 in der Fraktur Schrift und transkribiert sie in die Antiqua Schrift, sofern im Internet Transkriptionen nicht vorliegen. Damit verfolgt stimm-los das Ziel, Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen einem breiten Leserkreis wieder zugänglich zu machen. Förderung der Kultur und Erhaltung der Literatur stehen dabei im Vordergrund. So trägt stimm-los dazu bei, dass viele Werke nicht in Vergessenheit geraten. Die Autoren dieser Werke erhalten wieder eine Stimme; sie sind nicht stimm-los.

Neu bei stimm-los


Willibald Alexis - Herr von Sacken


Die Novelle spielt in der Zeit von 1711 bis 1740. Theodosus von Sacken, Freiherr von Königsberg, entstammt einer edlen Familie. Er wehrt sich gedanklich gegen jede Änderung in den Gesellschafts- und Herrschaftsstrukturen Kurlands, das ein Spielball zwischen Preußen, Russland und Polen ist. Von Sacken mit seinem «Hass gegen das ganze Menschengeschlecht« wird durch eine Verbannung nach Sibirien und Rückkehr nach Kurland geläutert. Dennoch sieht er sich in seiner Lebenseinstellung, «alles in der Welt gehe im Kreislauf, und alle Bestrebungen kehrten resultatlos auf den Punkt zurück, von wo sie ausgingen« bestätigt.

Geschickt baut Willibald Alexis in diese Novelle die historischen Gegebenheiten ein mit Sackens Gegenspieler von Biron, Herzog von Kurland, der tatsächlich zum mächtigsten Mann im russischen Reich aufstieg, um dann auch nach Sibirien verbannt zu werden.

Wiilibald Alexis - Iblou


Diese Novelle spielt im Spätsommer/Herbst des Jahres 1815. Im Alter von 16 Jahre nimmt W. Alexis als Freiwilliger auf Seiten Preußens am 2. Befreiungskrieg gegen Frankreich teil. Eindrucksvoll schildert er seine Kriegserlebnisse in den Ardennen bei der Belagerung des Stadt Givet. Hier kommt es auch zu einer Anhäufung von geheimnisvollen Gegebenheiten rund um den französischen Maire (Amtmann) Martin Iblou de St. A***, der mit den Deutschen kooperiert, seinen Bruder umbringen ließ, um an sein Vermögen zu gelangen und schließlich seine Nichte an ein Kloster verkaufen will.

Luise Westkirch - Die Fortuna von Praeneste


Im antiken Praeneste, dem heutigen Palestrina in Mittelitalien, befindet sich das Heiligtum und Orakel der Fortuna Primigenia. Die Bekanntheit dieser Tempelanlage reicht weit bis in das römische Reich zurück.

Obwohl diese Region sehr katholisch geprägt ist, bitten die Bürger von Palestrina mit ihren Nöten und Sorgen die Glücksgöttin Fortuna um Hilfe. Dabei leben die Priester der Fortuna aus der vergangenen Zeit scheinbar in den Katzen weiter, die heute im Tempel zu Hause sind. Diese Katzen beeinflussen die Menschen von Palestrina in ihrem Verhalten.

Antonio und Marietta lieben sich. Doch die Beziehung wird durch Luigi gespalten. Über eine Dummheit verliert Antonio seine Marietta, aber Luigi kann die Situation nicht für sich nutzen. Fortuna mit ihren Katzen greift in das menschliche Schicksal ein, der niederträchtige Luigi kommt zu Tode und Antonio und Marietta finden wieder zueinander. Quintessenz: Man kann das Glück nicht zwingen.

stimm-los Lyrik des Tages

24.05.2020 - Don Massias
Ludwig Uhland schrieb diese Ballade, die von dem verliebten Sänger und Liederschreiber Don Massias handelt. Ein eifersüchtiger Ehemann tötet ihn, doch die Lieder des Don Massias leben weiter

18.05.2020 -
Der Castellan von Coucy
Di
Ludwig Uhland
ese Ballade verfasste Ludwig Uhland. Die hier vorgestellte Version wurde 1815 im Frauentaschenbuch veröffentlicht.
Nach Wikipedia ist der Kastellan von Coucy der Name eines Troubadour des zwölften Jahrhunderts, der um das Jahr 1188 gelebt haben soll. Ob es sich um ein Mitglied des Hauses Coucy handelt, ist nicht bekannt. Da ein Kastellan ein Verwalter ist, verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung möglicherweise Guy von Coucy, nachweislich 1186–1203, der auf einer Überfahrt in das Heilige Land zu Tode kam. Es kann sich aber auch um Raoul I. de Coucy handeln, der im November 1191 vor Akkon, eine alte israelische Hafenstadt, fiel.
Im späten dreizehnten oder frühen vierzehnten Jahrhundert verfasste ein Autor namens Jakesmes Manuskripte zu dem Roman du châtelain de Coucy et de la dame de Fayel. Diese Erzählung berichtet von der die tragischen Liebe eines gewissen Regnaut, des Herrn von Coucy zu der Dame von Fayel. Diese wurde von ihrem Gemahl gezwungen, das Herz des gestorbenen Geliebten zu verzehren und soll sich darüber zu Tode gegrämt haben. Im Jahr 1829 wurde dieses in 8265 Versen verfasste Werk von Georges-Adrien Crapelet übersetzt. Der Erzählung nach befand sich der Herr von Coucy im Jahre 1190 gemeinsam mit Richard Löwenherz auf dem Dritten Kreuzzug und starb im Jahr 1192 im Alter von 24 Jahren in Palästina. Das legt die Vermutung nahe, dass es sich um Raoul de Coucy handeln könnte. Francisque Michel und andere waren hingegen der Meinung, dass es sich bei dem Herrn von Coucy eher um Gui handeln müsse, der nachweislich mit Richard Löwenherz nach Jerusalem reiste.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kastellan_von_Coucy, abgerufen am 18.05.2020)

13.05.2020 -
Cornwallis
1862-1866 lebte Kinkel (siehe 12.05.2020) in London. Bevor er England 1866 verließ und nach Zürich ging, scheint er sich im Sommer 1866 in Camelford in der Grafschaft Cornwall im südwestlichen England aufgehalten und diese Reminiszenz an Cornwall geschrieben zu haben.

12.05.2020 -
Frühling in Paris
Jo
Gottfried Kinkel
hann Gottfried Kinkel (* 11. August 1815 in Oberkassel; † 13. November 1882 in Zürich) war ein deutscher evangelischer Theologe, Professor für Kunst-, Literatur- und Kulturgeschichte, Schriftsteller, Kirchenlieddichter und demokratisch gesinnter Politiker.
Kinkel gehörte zu den Symbolfiguren der Revolution 1848/1849. Aufgrund seiner Beteiligung an einem Aufstand wurde er 1849 zu lebenslanger Festungshaft verurteilt. Im November 1850 gelang ihm die Flucht aus dem Zuchthaus Spandau. Kinkel floh über Schottland, England und Frankreich wieder nach England zurück. Während seiner Zeit in Paris vom 08. Dezember bis zum 9. Januar 1851 traf er sich dort auch mit seiner Frau Johanna wieder. Hier beschlossen sie, gemeinsam in das Exil nach London zu gehen. Wurde hier die Basis für dieses Gedicht gelegt?



09.05.2020 -
Postillon d'Amour

Dieses Gedicht erschien im "Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft", 1867/1868 Band I (Herausgeber: E. Dohm & J. Rodenberg, Verlag von A. H. Payne, Leipzig) ohne Nennung des Verfassers. Allerdings maßen die Herausgeber diesem Gedicht einen gewissen Stellenwert zu, indem sie es mit einem Holzstich von Th. John (weitere Daten unbekannt) verbanden. Vorlage dieses Holzstichs war ein Aquarell des Malers Carl Johann Arnold (1829-1916).

08.05.2020 -
Der alte Park
Hermann Kletke
Hermann Kletke (* 14. März 1813 in Breslau; † 2. Mai 1886 in Berlin) war ein deutscher Lyriker, Schriftsteller und Publizist. Sein Gedicht "Der alte Park" scheint in Vergessenheit geraten zu sein. stimm-los hat es wiederentdeckt in der Zeitschrift "Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft", Band I, 1867/68, (Herausgeber: Ernst Dohm und Julius Rodenberg; Verlag von A. H. Payne, Leipzig)







07.05.2020 -
Sprüche
Friedrich von Bodenstedt
Friedrich Martin von Bodenstedt (* 22. April 1819 in Peine; † 18. April 1892 in Wiesbaden) war ein deutscher Schriftsteller und Theaterintendant. In der Zeitschrift "Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft", Band I, 1867/68, (Herausgeber: Ernst Dohm und Julius Rodenberg; Verlag von A. H. Payne, Leipzig) hat stimm-los Sprüche gefunden, die jetzt hier wieder gegeben werden.