H. G.


Zu welchem Schriftsteller, welcher Schriftstellerin das Namenskürzel H. G. gehört, ist nicht bekannt.

Interessante Lectüre


Das Gedicht „Interessante Lectüre“ von H. G. ist eine Interpretation des Stichs „Interessante Lectüre“ von Th. John. Dieser Stich entstand wiederum nach einem Bild von A. Borckmann.

Interessante Lectüre


Interessante Lectüre.

(Zu dem Bilde von Borckmann.)

Sie liest. Doch was? Das möcht’ ich wissen,
   Ich wollt’, es wär’ ein Buch von mir,
Das ich zu dichten mich beflissen;
   Ich seh’, sie liest es mit Begier.

O könnt’ ich nur mich überzeugen,
   Was ihren Geist gefangen hält!
Will leise mich vornüberbeugen,
   Daß auf die Schrift mein Auge fällt.

O Himmel! Ach, was muß ich schauen!
   Zu ahnen hätt’ ich’s nicht vermocht:
Die Holde liest im „Buch für Frauen“,
   Wie man Kartoffelsuppe kocht.

Quelle des Gedichts: Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft 1869 Band IV, Seite 210, Herausgeber: E. Dohm & J. Rodenberg, Verlag von A. H. Payne, Leipzig
Quelle des Stichs: Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft 1869 Band IV, zwischen den Seiten 210 und 211, Herausgeber: E. Dohm & J. Rodenberg, Verlag von A. H. Payne, Leipzig

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Kam’rad, ich bitte!


Das Gedicht „Kam’rad, ich bitte!“ von H. G. ist eine Interpretation des Stichs „Kam’rad, ich bitte!“ von Th. John. Dieser Stich entstand wiederum nach einem Bild von Meyer von Bremen.

Kamrad ich bitte

Kam'rad, ich bitte!

Das Büblein sitzt am Fibelbuch
   Mit seiner Butterschnitte;
Da kommt das Hündlein zum Besuch
   Und knurrt: Kam'rad, ich bitte.

Das Büblein aber fast erschreckt,
   Will keine Gunst erweisen,
Es hält den Bissen halbversteckt
   Und will ihn selbst verspeisen.

Die Mutter steht am Heerd und lacht:
   „Was kommt er auch zu Gaste?
Wer nicht, so wie's mein Büble macht,
   Studiren will, der faste!“

Quelle des Gedichts: Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft 1869 Band IV, Seite 110, Herausgeber: E. Dohm & J. Rodenberg, Verlag von A. H. Payne, Leipzig
Quelle des Stichs: Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft 1969 Band IV, zwischen den Seiten 110 und 111, Herausgeber: E. Dohm & J. Rodenberg, Verlag von A. H. Payne, Leipzig

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Wallfahrer und Wandersmann.


Das Gedicht „Wallfahrer und Wandersmann“ von H. G. ist eine Interpretation des Stichs „Wallfahrer“ von Klitsch und Rochlitzer. Dieser Stich entstand wiederum nach einem Bild von C. Ludwig.

wallfahrer-website

Wallfahrer und Wandersmann.
(Zu der Landschaft von Ludewig)

Gebirg’ und Thal im Sonnenglanz;
Mit Muschelhut und Rosenkranz
   Ein Pilger kommt gegangen.
So wallt er still bergauf, bergab;
Gedankenschwer zum heil’gen Grab
   Steht einzig sein Verlangen.

Ich aber walle leichtgemuth,
Das grüne Eichenreis am Hut
   Und vor der Brust die Rose.
Gebirg’ und Thal im Sonnenlicht;
Wallfahrer, nein, ich tausche nicht
   Mit Dir und Deinem Loose.

Quelle des Gedichts: Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft 1869 Band 4, Seite 55, Herausgeber: E. Dohm & J. Rodenberg, Verlag von A. H. Payne, Leipzig
Quelle des Stichs: Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft 1869 Band 4, zwischen Seite 54 und 55, Herausgeber: E. Dohm & J. Rodenberg, Verlag von A. H. Payne, Leipzig

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